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[Biomedizin] [Reitbegleithund] [Mistwürmer]

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Mist – da ist der Wurm drin!
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Wie allen bekannt ist, muss das, was vorne in die Pferde
reinkommt, auch hinten wieder raus. Daraus ergibt sich ein Problem der
Entsorgung. Immer weniger Landwirte düngen biologisch, so dass dieser
eigentlich wertvolle Naturdünger kaum noch Interessenten hat. Ich hatte zwar
das Glück, in der Nachbarschaft einen Bio-Bauern beheimatet zu haben, der mir
meinen Mist entsorgte, aber jedes Mal wenn er ihn abholen kam, wies er mich
darauf hin, dass meine eigenen Weiden diesen Dünger eigentlich selbst dringend
nötig hätten. Dies ist jedoch nicht so einfach möglich, da Pferde die mit
Pferdedung versehen Flächen nicht abweiden sollen und wollen. Dann hörte
ich - ich weiß nicht mehr, bei wem –
etwas von Mistwürmer, die den Pferdemist so umsetzen sollen, dass danach eine
Beweidung möglich ist und begab mich im Internet auf die Suche. Meine
Recherchen führten mich auf die Homepage der Regenwurmfarm Tacke GmbH, auf deren Seiten ich mich dann kundig machte.
Was dort zu lesen war, fand ich so interessant, dass ich es ausprobierte und mir
10.000 neue Haustiere von der Gattung „Eisenia foetida“ anschaffte. Die Lieferung erfolgte zügig, in Eimern mit Nährsubstrat und Luftlöchern, wodurch die Kleinen gesund und munter ankamen.
Ich ging entsprechend der beigefügten Anleitung zur Anlage des Misthaufens vor.
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So geht´s!
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Um eine Kaltkompostierung mittels Mistwürmern und
mikrobiologischen Organismen zu erreichen, muss der Misthaufen als Flachbeet
angelegt werden. Pro Pferd braucht man eine Fläche von ca. 5 m² und je
Quadratmeter 1000 Würmer (1 Eimer). Erst mal deckt man die vorgesehene
Mistfläche möglichst gleichmäßig mit einer ca. 30 cm dicken Schicht Pferdemist an. Dann werden in einem
Rasterabstand von 1m kleine Mulden in den Mist geformt. In diese schüttet man
den Inhalt je eines Eimers und deckt es wieder etwas ab.
Den täglich anfallenden Mist kann man jetzt einfach flach
drüber streuen (keine zu dicke Schicht auf einmal aufbringen, sonst wird den
Tierchen zu warm). In 1 Jahr wächst der Misthaufen ganz langsam, da er durch
den Verrottungsprozess immer wieder Volumen verliert, auf eine Höhe von etwa 1
m an. Dann lässt man ihn ruhen und legt eine neue Miete in der Nähe an. Die Eisenias ziehen
freiwillig in die neue „Futterkammer“ um.
Der ruhende Misthaufen schrumpft in der Verrottungszeit auf eine Höhe
von 40-50 cm zusammen.
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Das Ergebnis
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Es funktioniert.
Die Würmer und Mikroorganismen setzen den Pferdemist zu
feinstem, fast geruchsneutralem Dünger um. Meine Nachbarschaft ist ganz wild
auf das Zeug, aber allzu viel kann ich nicht abgeben, denn ich brauche diesen
wertvollen Stoff ja für die eigenen Weiden. Nach dem Ausbringen des selbst produzierten
Düngers kann man dem Gras wirklich beim Wachsen zusehen. Die auf der Koppel
noch vorhandenen Geilstellen, das sind die Stellen auf denen Kot der Pferde
liegt, werden auch neutralisiert. Das Erdreich wird deutlich erkennbar
aufgelockert. Die Pferde fressen das Gras mit Begeisterung.
Ich selbst kompostiere meinen Pferdemist seit 3 Jahren auf
diese Weise und kann dieses Verfahren nur empfehlen. Das bisschen
Selbstdisziplin bei der Anlage der Mistfläche lohnt sich wirklich.
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Noch ein kleiner Tipp aus der Praxis
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Ich beginne mit der Anlage der neuen Mistfläche meistens
Ende März, wenn der Frost vorbei ist und bringe den Dünger des ruhenden
Misthaufens im Winter aus, wenn der Boden gefroren ist, damit die Weiden keinen
Schaden durch das Befahren mit dem Miststreuer nehmen. In der entstehenden Ruhezeit von etwa 9
Monaten hat sich dann auch wirklich der letzte Eisenia in den neuen Misthaufen
rübergeschafft. Darüber bin ich sehr froh, denn es täte mir wirklich leid, auch
nur Einen dieser freundlichen Helfer durch das Häckselwerk des Miststreuers zu
jagen.
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